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Die Verwandlung
Tanztheater mit Spiel, Tanz und Schlagzeug nach der gleichnamigen Erzählung von Franz Kafka
Im 125. Geburtstagsjahr von Franz Kafka, einem der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, entstand durch das SETanztheater Nürnberg die Inszenierung von Kafkas unheimlich berührender Geschichte “Die Verwandlung”. Diese 1912 entstandene Erzählung gehört neben dem Romanfragment „Der Prozess“ zu Kafkas bekanntesten Werken.
Fasziniert von dessen bilderreicher Sprache nutzt der künstlerische Leiter, Choreograf und Regisseur Sebastian Eilers in seiner tanztheatralen Umsetzung die Mittel des modernen Tanzes, der (Live-)Musik und natürlich die Sprache Kafkas selbst.
Die Thematik des nicht verstandenen Individuums im Spannungsfeld von Familie und
Gesellschaft, die Fremdheit sich selbst und anderen gegenüber macht „Die
Verwandlung“ als Stoff für Jugendliche wie Erwachsene interessant.
Entsprechend der bildhaften Erzählweise Kafkas steht in unserer Inszenierung die
körperliche Umsetzung in getanzte Bilder im Vordergrund. Neben dem Tanz werden auch Originaltexte der „Verwandlung“ benutzt, um Gemeinsamkeiten und Kontraste von Sprache und Tanz zu beleuchten und diesen sinnlichen Eindruck zu nutzen. Die Brücke zwischen Bewegung und Wort bildet die Percussions-Live-Musik, die ein vollwertiges Spielelement ist und die Gefühlsspektren der Kafkaschen Erzählung ausspielt.
Die Tänzerin Felicitas Ritter und der Musiker Tobias Birke erobern sich so vor den Augen des Publikums verschiedene Perspektiven, die bis zum Rollentausch führen, und lassen den Zuschauer die Verwandlung an eigener Haut miterleben, ganz besonders dann, wenn diese selbst zu Mitakteuren werden. Die Geschichte des Gregor Samsa, die zunächst so hermetisch erscheint, wird dadurch schließlich zu einer, die der Zuschauer selber kennt und mit der er sich bis zu einem gewissen Grad sogar identifizieren kann. Gerade dieses Mitempfinden lässt ihn vor der eigenen Unmenschlichkeit erschrecken.
Was auf der Bühne mit einer Frau an einem Lesepult und einem Percussionisten als
stimmungsvolle, aber abstrakte Lesung beginnt, entwickelt sich durch das zunehmende Eintauchen der Vorleserin in die Geschichte zu einem impulsiven Tanztheaterabend.Spiel und Tanz: Felicitas Ritter
Schlagzeug: Tobias Birke
Bühne: Karin Stephany
Idee und Choreografie: Sebastian EilersGefördert und unterstützt durch: Stadt Nürnberg, Tanzzentrale der Reg. Nürnberg e.V.
Weitere Projekte sind in Vorbereitung