SETanztheater

Sebastian Eilers

 

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Presse

groundgondrrolll
Plärrer,  Januar 2010

Furioses Tanztheater: “groundgondrrolll” (Jochen Schmold - Chefredakteur)
Es ist ein unbremsbarer Einzelgänger, der Choreograf Sebastian Eilers und sein “Setanztheater”. Der Zungenbrecher “groundgondrrolll” ist ein halsbrecherische energiegeladene, zugleich sehr intelligente und klug entwickelte Choreographie, die er jetzt mit drei GasttänzerInnen, nämlich Miki Isojima, Yang Gil Ho und Alessandra Defazio in einer leerstehenden Halle im Nürbanum aufführte. Das Grundthema: die Welt, die aus den Fugen gerät, der Boden unter den Füßen, der brüchig ist, das latente Gefühl von Unsicherheit bei jedem Schritt und Tritt. Das tanzende Trio realisierte mit stupender Virtuosität, mit sehr viel Witz, furioser Rastlosigkeit und immenser Körperbeherrschung die Vergeblichkeit, Halt zu finden im Bodenlosen. Bitte bald mehr! 

 

groundgondrrolll
Nürnberger Nachrichten 7.12.2009

Rettungswege aus der Krise (Regina Urban)
Sebastian Eilers’ Tanztheaterstück «groundgondrrolll»
Nicht nur die Wirtschaft steckt in der Krise, auch der verunsicherte moderne Mensch. Ausgehend von dieser Prämisse hat Sebastian Eilers mit seinem SETanztheater ein bemerkenswertes Stück über Kontrollverlust und Neuanfang kreiert, das im Nürbanum seine herzlich applaudierte Premiere feierte.
Erstmals wird der Gewerbepark im Stadtsüden damit zur Theaterbühne. Der Ort passt gut zu Eilers’ Produktion, die schon im Titel - «groundgondrrolll» - das Wort Kontrolle idiomatisch hintertreibt. Dagegen wird den drei Akteuren allergrößte Körperkontrolle abverlangt, um sich auf dem halsbrecherischen Trümmerfeld von Bühnenbild (Karin Stephany) zu behaupten. Auf kippenden, mit Kartonpappen bedeckten Paletten droht jederzeit Absturzgefahr.
Doch erstmal negieren die Protagonisten ihre brüchige Basis. Da gibt es die exaltierte Diva, die sich um ihr Styling sorgt (Alessandra Defazio), den von einer sanften Stimme zur ekstatischen Leistungssteigerung angetriebenen Angestellten (Yang Gil Ho) und das hüpfende Girlie, das die Welt mittels Musikbeschallung ausblendet (Miki Isojima). Drei einsame, sich selbst entfremdete Rollenspieler, deren innere Haltlosigkeit sich schön auf dem prekären Bühnenboden vorführen lässt. Sie torkeln und fallen, balancieren in akrobatischen Posen, erstarren in Zwangshandlungen, und wenn sie im mittendrin liegenden Schrank verschwinden oder im untergründigen Tunnellabyrinth, glaubt man für einen Moment, ihnen sei die Flucht gelungen.
Doch Eilers eröffnet ihnen einen anderen Ausweg. Erst noch sehr zögerlich kommen sich die drei allmählich näher. Da gibt es auf dem wackligen Terrain dann tatsächlich so etwas wie einen Pas de deux von Gil Ho und Isojima, wobei sie auf seine Umarmungen mit glückseliger Ignoranz reagiert. Dann sitzen alle drei wie Schiffbrüchige im Schrank, ein ebenso komischer wie anrührender Rettungsversuch aus der Isolation. Und wunderbar witzig ist, wenn Defazio als strenge Ballettlehrerin die richtige Musik zu ihren Exercises einfordert und Gil Ho aus dem Schrank immer die falschen Klänge zaubert.
Eilers ist ein versöhnliches Krisenbewältigungs-Märchen mit einem elegischen Schlussteil gelungen, das zwar einige Längen hat und dramaturgisch nicht ganz rund wirkt. Doch wird das durch viele originelle Einfälle, sehr schöne Bilder und leise Ironie wettgemacht. Und Hut ab vor den Tänzern, die sich schmerzverachtend aufs «Glatteis» stürzen. R.U.

 

Mein Schweineleben
Bayerische Theatertage Coburg 2009, 22. Juni 2009

Schweinchen gibt uns den Schwan (Christine Wagner)
Coburg – Tierfiguren sind bei Theatermachern ganz offensichtlich „in“, um Inhalte zu transportieren. Nach dem „Schaf fürs Leben“ und vor dem „Spatz Fritz“ (am 24.6.) war nun ein Schweinchen bei den Bayerischen Theatertagen zu Gast, um auf der Bürglaß-Bühne die kleinen Zuschauer zu verzaubern.
Das Nürnberger SETanztheater stellte sich mit „Mein Schweineleben“ vor. Sebastian Eilers hat sich die Geschichte ausgedacht und zeichnet auch für Choreografie und Bühnenbild verantwortlich.In einer Mischung aus Tanz und Videoeinspielungen lernen die Kinder das kleine Schweinchen kennen, das gut mit sich selber auskommt. Selbstzweifel stellen sich allerdings nach einem Streit mit Schulkameraden ein, und aus dem Schweinchen wird für kurze Zeit ein bewunderter Schwan. Doch schnell merkt das Schwein, dass es mit Verstellen nicht weiterkommt. Es schlüpft wieder in seine Schweinehaut und ist mit sich und seiner Umwelt im Reinen.
Steffi Semdner tanzt und spielt das Schweinchen und versteht, es ganz schnell Kontakt zu den kleinen Zuschauern herzustellen. Voller Spannung und Konzentration folgen die Kleinen (und auch die Großen) dem Geschehen auf der Bühne und bedanken sich mit herzlichem Beifallfür eine Stunde spannendes wie berührendes Theater.

 

Der Wolf und der Mond
OZ, 18. März 2009

Hoftheater: das Stück „Der Wolf und der Mond“ feiert auf der Tromm Deutschlandpremiere / Manuela Stüsser und Jan Gebauer glänzen...
Abenteuerliche Reise des Wolfes zum Mond (Autor h.t.)
TROMM. In jeder Spielzeit hat das Hoftheater auf der Tromm zwei bis drei neue Produktionen auf dem Spielplan. Ein kleines Theater macht damit bundesweit auf sich aufmerksam. Dazu lädt man meist Partner ein, um auch Produktionen zu schaffen, die alleine kaum möglich wären. Nun glänzte das Hoftheater mit einem TanzTheater für Kleine (4+) und Große als Deutsche Erstaufführung.
„Der Wolf und der Mond“ ist eine Märchengeschichte die aus Italien kommt und von Roberto Frabetti geschrieben wurde. Mit der Übersetzung von Brigitte Korn-Wimmer entstand ein Theaterstoff, der eine Fülle von Möglichkeiten szenischer und tänzerischer Interpretationen bietet. Dazu hat der Hof-Theater-Intendant, Bühnenautor und Intendant Jürgen Flügge das befreundete Ensemble des SETanztheaters Nürnberg eingeladen, das von Sebastian Eilers geleitet wird. Mit Manuela Stüsser und Jan Gebauer war eine Ideale Besetzung der beiden Darsteller möglich.
Die Handlung schildert in Worten und Tanz die Geschichte eines Wolfes, dem im Traum eine bildschöne, schwarze Wölfin erscheint, in die er sich verliebt. Um ihr ebenbürtig zu sein, muss der Wolf den Mond suchen. Eine lange Reise beginnt. Die Bühne wird zum Schauplatz vieler Verwandlungen, welche den Wolf und die Wölfin zu immer neuen Abenteuern führen. Regie und Choreographie verschmelzen hier zu spannenden, aber auch heiteren Szenen. Mit wenigen Requisiten entstehen hier immer wieder neue Handlungsräume, deren Atmosphäre auch die Hintergrundmusik vertieft.
Überzeugende Bühnensprache
Mit einer Leiter und einer beweglichen Scheibe schafft man den Mond auf die Bühne, aus einigen Metern durchsichtigen Bühnenstoffes werden plötzlich die hohen Wellen des Meeres. Die Darstellung des Wolfes gelingt mit wenigen Versatzstücken, die in anderer Anordnung ein hohes Gebirge darstellen. Mit Lichteffekten trennt man Handlungsebenen. Doch die überzeugendste Bühnensprache ist der Tanz, die Pantomime und Akrobatik von Manuela Stüsser und Jan Gebauer. Beide sind Erzähler und Darsteller zugleich. Beide gestalten diese Reise zum Mond mit dem Ausdruck des Staunens, der Freude, der Angst, Erschöpfung aber auch mit Zeichen der Liebe zueinander.
Inszenierung aus einem Guss
Nicht nur die Kinder verfolgen diese Reiseerlebnisse mit Spannung, aber auch mit Freude und befreiendem Lachen, sondern auch die vielen Erwachsenen, die mitgekommen waren. Die Regie Jürgen Flügges und die Choreografie Sebastian Eilers schufen eine Inszenierung aus einem Guss. Selbstverständlichhaben zu diesem Erfolg auch das Bühnenbild von Peter Hebeiesen, Licht und Technik von Michael Gregan und die Musik von Anton Burger beigetragen. Die Beiden Darsteller Manuela Stüsser und Jan Gebauer wurden mit viel Beifall gefeiert. Zum Schluss konnten die Kinder die Bühne genau in Augenschein nehmen.    

 

Die Verwandlung
Nürnberg Nachrichten 21.11.08

“Unerwartet frech und leichthändig geht Sebastian Eilers dieses klaustrophobische Stück Weltliteratur an. ... ” (Regina Urban)

 

Die Verwandlung
Blog auf Vernium.de
2008, Sonntag, 14:05 Uhr

Die Verwandlung - Tanztheater von Sebastian Eilers
Als Novize in Sachen “Tanztheater” war ich einerseits neugierig, andererseits vorsichtig, was mich an diesem Abend erwarten würde. Der Veranstaltungsort “Fertigungshalle” hatte meine Angst geschürt es würde mich ein modernes Theater erwarten, in dem sich nackte, weiß bemalte Tänzer ohne erkennbaren Sinn und Plan über die Bühne werfen, rollen, kegeln und anschreien. Dem war nicht so, die beiden hervorragenden Schauspieler/Tänzer/Musiker waren normal gekleidet, die Bühne war ziemlich leer, aber sehr effektiv mit 2 Telefonzellengroßen Boxen, die eine die nur aus Vierkantrohren bestand enthielt ein Schlagzeug, die andere hatte die Rohre, einen Deckel zum aufklappen und eine Tür.
Die Zuschauer, schätzungsweise etwa 30-40 Leute, warteten gespannt auf erste Tanzeinlagen, als in den ersten Minuten erstmal nur gesprochen und vorgelesen wurde. Der Schlagzeuger Tobias Birke begleitete die Tänzerin Felicitas Ritter während sie aus Kafkas “Verwandlung” vorlas und unterstützte so die Aussage im Text. Durch diesen Kunstgriff wurden wir Besucher fließend auf die Verwandlung des Buches hin zu der Vorführung des Tanztheaters vorbereitet und behutsam heran geführt, so dass die Balance aus konkreten Ereignissen von Bühne/Text und Bewegungen/Musik leicht nachempfunden und verstanden werden konnte, um so zu einer abstrakten Ebene zu werden.
Während ich anfangs abstraktes befürchtet hatte, wurde ich während des Stücks immer hungriger nach solchen Momenten und war froh über die steigende Zahl, eben solcher Abstraktionen. Durch das sehr durchdachte Bühnenbild war auch genug Raum sich in Fantasien wieder zu finden, es gab keine Umbaupausen.
Die beiden Darsteller übernahmen während der Aufführung alle geforderten Rollen, mal er mal sie als Gregor, mal als Greta, Mutter, Vater, Prokurist, diese unterschwelligen Idäntitäswechsel meisterten sie souverän, man musste nicht ein einziges mal nachdenken wer jetzt zu sehen war. Die Choreografie war elegant und sehr schön anzuschauen, wobei es leicht passiert, dass sich die Handlung durch die Spielfreude verliert, was hier aber nicht passiert ist, die Dramaturgie war stimmig und ausgewogen, auch die Einbeziehung des Publikums war geglückt, weil nur auf eine Handlung beschränkt. Wir wurden aufgefordert mit Tennisbällen auf das Ungeziefer zu werfen, um ihm den Gar aus zu machen, was keinem von uns glückte.
Bei der Auswahl des Erzählers aus dem Off hätte ich mir eine sorgfältigere Auswahl gewünscht, ansonsten, bin ich sehr froh dieses Kulturereignis erlebt zu haben und finde die 14 Euro Eintritt durchaus gerechtfertigt. Guten Gewissens kann ich auch weitere Veranstaltungen von SETanztheater empfehlen!

 

Nathalie
Mittelbayerische Zeitung, 18.11.2008

Tanz den Stilmix mit der Lederhose
Der komplex gemischte Auftritt der „Tanzregion“ in der Alten Mälzerei (Gabriele Mayer)
...Am Schluss kommt in urbayerischer Lederhose als Stilmix-Requisit das SETanztheater/Steffi Sembdner aus Nürnberg: „Nathalie“ heißt ihr Stück, bei dem sie dem Publikum eine Person vorstellt und dann wieder unkenntlich macht, Widersprüche und Absurdes schick verbindet und eben nicht auflöst...

 

Mein Schweineleben
Kulturnachrichten aus der MZ 14.07.2008
Alles quiekte vor Wonne

Das getanzte „Schweineleben“ aus Nürnberg
Regensburg (Uta von Maydell)
Was macht ein Schwein, wenn es sich zum ersten Mal im Spiegel sieht? Und wie stellt es sich an, wenn es einen Schwan darstellen will? Antwort auf dergleichen Fragen gab die junge Tänzerin Steffi Sembdner vom SETanztheater Nürnberg im Theater am Haidplatz. Sie war mit dem Chef der Gruppe, Sebastian Eilers, zur Schaulust angereist, das knackige Stück „Schweineleben“ im Gepäck. Groß kann ihre Bagage nicht gewesen sein, denn bekanntlich sind Schweine genügsame, intelligente Tiere: Ein Karton zum Schlafen also und eine Verkleidung – das war’s auch schon. Gut so, weil das gemeine Borstenvieh viel Auslauf braucht. Den hat die Balletteuse denn auch weidlich genutzt.
Das heißt: „Balletteuse“ passt nur bedingt zu Sembdners Bewegungsabläufen. Sicher hat sie den klassischen Tanz von der Pike auf studiert, aber Sebastian Eilers – er hat Regensburgs Schauspiel-Ensemble für „Penthesileia“ schon das Kämpfen mit Eisenstangen beigebracht – hat für sie eine Choreografie geschrieben, der nur mit Mitteln des modern dance beizukommen ist. Gebraucht werden außerdem Selbstironie und Talent für Slapstick. Das alles bringt die Tänzerin mit, fegt also im Schweinsgalopp über die Bühne, suhlt sich, wackelt mit den allerdings sehr zierlichen Schinken samt Ringelschwanz und kokettiert vor dem Spiegel, der eigentlich eine Leinwand ist. Perfekt das Ganze und saukomisch. Bisher hat man nur von begabten Tanzmäusen gehört. Die Kinder im Parkett quiekten vor Wonne.
Und warum eine Leinwand? So ganz echt ist das Tier eben doch nicht. Auf der Leinwand kann man Filme mit seinen Eltern sehen und mit den Klassenkameraden, alles richtige Menschen, die irgendwie sagen, wo‘ s langgeht. In der Schule kommt es regelrecht zum Mobbing. „Dumme Sau!“ heißt es plötzlich, und das Schweinchen, mit einem rüsselartigen Nasenring „gepierct“ übrigens, wird so unglücklich, dass es ein weißes Schwanenkleid anzieht und fast so schön tanzt wie sonst nur bei Tschaikowsky-Klängen. Viel hilft das nicht in der Außenseiter-Rolle. Ein Schweineleben eben.

Der Wolf und der Mond
OZ, 18. März 2009

Hoftheater: das Stück „Der Wolf und der Mond“ feiert auf der Tromm Deutschlandpremiere / Manuela Stüsser und Jan Gebauer glänzen..

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Abenteuerliche Reise des Wolfes zum Mond

 

TROMM. In jeder Spielzeit hat das Hoftheater auf der Tromm zwei bis drei neue Produktionen auf dem Spielplan. Ein kleines Theater macht damit bundesweit auf sich aufmerksam. Dazu lädt man meist Partner ein, um auch Produktionen zu schaffen, die alleine kaum möglich wären. Nun glänzte das Hoftheater mit einem TanzTheater für Kleine (4+) und Große als Deutsche Erstaufführung.
„Der Wolf und der Mond“ ist eine Märchengeschichte die aus Italien kommt und von Roberto Frabetti geschrieben wurde. Mit der Übersetzung von Brigitte Korn-Wimmer entstand ein Theaterstoff, der eine Fülle von Möglichkeiten szenischer und tänzerischer Interpretationen bietet. Dazu hat der Hof-Theater-Intendant, Bühnenautor und Intendant Jürgen Flügge das befreundete Ensemble des SETanztheaters Nürnberg eingeladen, das von Sebastian Eilers geleitet wird. Mit Manuela Stüsser und Jan Gebauer war eine Ideale Besetzung der beiden Darsteller möglich.
Die Handlung schildert in Worten und Tanz die Geschichte eines Wolfes, dem im Traum eine bildschöne, schwarze Wölfin erscheint, in die er sich verliebt. Um ihr ebenbürtig zu sein, muss der Wolf den Mond suchen. Eine lange Reise beginnt. Die Bühne wird zum Schauplatz vieler Verwandlungen, welche den Wolf und die Wölfin zu immer neuen Abenteuern führen. Regie und Choreographie verschmelzen hier zu spannenden, aber auch heiteren Szenen. Mit wenigen Requisiten entstehen hier immer wieder neue Handlungsräume, deren Atmosphäre auch die Hintergrundmusik vertieft.

 

Überzeugende Bühnensprache
Mit einer Leiter und einer beweglichen Scheibe schafft man den Mond auf die Bühne, aus einigen Metern durchsichtigen Bühnenstoffes werden plötzlich die hohen Wellen des Meeres. Die Darstellung des Wolfes gelingt mit wenigen Versatzstücken, die in anderer Anordnung ein hohes Gebirge darstellen. Mit Lichteffekten trennt man Handlungsebenen. Doch die überzeugendste Bühnensprache ist der Tanz, die Pantomime und Akrobatik von Manuela Stüsser und Jan Gebauer. Beide sind Erzähler und Darsteller zugleich. Beide gestalten diese Reise zum Mond mit dem Ausdruck des Staunens, der Freude, der Angst, Erschöpfung aber auch mit Zeichen der Liebe zueinander.

 

Inszenierung aus einem Guss
Nicht nur die Kinder verfolgen diese Reiseerlebnisse mit Spannung, aber auch mit Freude und befreiendem Lachen, sondern auch die vielen Erwachsenen, die mitgekommen waren. Die Regie Jürgen Flügges und die Choreografie Sebastian Eilers schufen eine Inszenierung aus einem Guss. Selbstverständlichhaben zu diesem Erfolg auch das Bühnenbild von Peter Hebeiesen, Licht und Technik von Michael Gregan und die Musik von Anton Burger beigetragen. Die Beiden Darsteller Manuela Stüsser und Jan Gebauer wurden mit viel Beifall gefeiert. Zum Schluss konnten die Kinder die Bühne genau in Augenschein nehmen.      h.t.

Mein Schweineleben
Nürnberger Nachrichten, 19.02.2008
Autor cls

Mit .. „Mein Schweineleben“ vom Nürnberger SETanztheater ging das diesjährige, überaus vielfältige und qualitativ hochwertige Kindertheaterfestival Panoptikum zu Ende.
… Auch Schweine haben es nicht leicht. Zwar dürfen sie sich fröhlich im Schlamm suhlen, doch dafür finden manche Leute, dass sie unangenehm dreckig sind. Diese Erfahrung macht auch das sehr menschlich inszenierte Ferkel, das Steffi Sembdner in dem Solostück „Mein Schweineleben“ für Kinder ab sechs Jahren tanzt. Frei und aufgekratzt erobert sie in einer Latzhose, hinten mit einem Ringelschwänzchen, die Welt. Die Bewegungen der Berliner Tänzerin sind schnell und modern inspiriert, es fließen Slapstick-Elemente und Jazziges mit ein. Unwillkürlich denkt man an Pippi Langstrumpf. Könnte sie tanzen anstatt zu hopsen, müsste das so aussehen.
Das junge Schwein ist rührend selbstsicher, weil es noch keine Ablehnung oder Disziplinierung erlebt hat. Es singt, tanzt und legt seinen Namen mit Karten. Erwachsene, die im Hintergrund per Film eingeblendet werden und die üblichen vernünftigen Dinge erzählen, schaltet es einfach aus. All die Ahnungen, Stimmungen und Gefühle jenseits des fassbaren Gedanken sind wunderbar authentisch in Bewegung umgesetzt.
Doch dann schlägt die harte Realität zu. Wegen eines Missgeschicks wird das Schwein von Klassenkameraden böse gehänselt. Steffi Sembdner reagiert auf der Bühne, wird langsamer, verkriecht sich in eine Kiste. Dann die allegorische Verwandlung: Aus dem Schwein wird ein Schwan. Am Ende geht alles gut aus, das Schweinchen wird in seiner ursprünglichen Gestalt in die Clique aufgenommen.
Ein gewagtes Experiment, so jungen Kindern Tanztheater pur vorzusetzen. Doch es gelang. Die Produktion des SETanztheater löste im Theater Pfütze viel Gelächter aus. Intuitiv verstanden die Kinder, worum es ging, riefen dazwischen, traten mit Steffi Sembdner in Dialog. Ein lehrreiches ambitioniertes Stück.

melankomischMOVES
AZ 9./10.02.2008
STERNE DER WOCHE von Dieter Stoll

…Sebastian Eilers für sein Tanztheater „melankomischMOVES“ (Tafelhalle) …

AZ 05.02.2008 (Titelseite)
Entdeckungen mit Tanz-Talenten
Nürnberg Alles in Bewegung: Das „SETanztheater“ in der Nürnberger Tafelhalle war eine echte Entdeckung, acht Jung-Choreographen im Schauspielhaus hoffen auf gleichen Erfolg.

AZ 05.02.2008 (Kultur)
Gefühl mit Rutschbahn (von Dieter Stoll)
Mit dem neuen Stück „melankomischMOVES“ zeigt Sebastian Eilers wie vielseitig er ist.
Nürnberg kann eine neue Entdeckung feiern: Die Aufführung „melankomischMOVES“ von Ausnahmetalent Sebastian Eilers in der Tafelhalle ist eine voller Erfolg.
Drei Ölfässer und ein breites Brett ergeben die Rampe, hinter der sich ein DJ eingenistet hat. Das ist gleichzeitig das Bühnenbild von Karin Stephany, die zentrale Anlauf- und Abrutsch-Stelle, an der Setanztheater-Choreograph Sebastian Eilers in der Tafelhalle seine „melankomischMOVES“ ausbreitete. Stimmungs-Kontraste werden da verwoben, Schwer- und Übermut liegt auf beiden Seiten einer Medaille, die immer wieder prüfend in die Luft geworfen wird und in den allerbesten der vielen guten Augenblicke auf dem Rand rotieren lernt. Eine absolut erstaunliche Aufführung.
Ausnahmetalent lang unbemerkt
Manchmal dauert es eben etwas, bis Ausnahmetalent bemerkt wird. Sebastian Eilers, der als Tänzer u.a. beim Bonner Projekt des Ex-Nürnbergers Pavel Mikulastik dabei war, lebt schon seit 2003 hier. Er hat sich von der Fürther Grünen Halle („homerun“) über die Tafelhalle („Hahn unter der Haut“) bis zur Luisenburg („Bernauerin“) ein fränkisches Repertoire gebastelt. Durch das neue Stück, das die Erfahrung eines Tänzer-Lebens mit dem Drang zu eigener Bewegungs-Sprache multipliziert, ist der 37-Jährige zur festen Größe der Szene geworden. Das Ringelschwänzchen-Solo für Kinder, „Mein Schweineleben“, in Kürze beim „Panoptikum“Festival, belegt die Vielseitigkeit.
Eilers schickt für „melancholischMOVES“ die japanische Tänzerin Chizu Kimura und ihren britischen Kollegen Jonathan Buckels durch wettersturzartig wechselnde Gefühlswelten, in denen mit Ballett-Formalien ebenso souverän gespielt wird wie mit Comedy-Querschlägern und Poesie-Versenkung. Auch Schauspielerin Michaela Domes ist großartig als Zaungast-Integrationsmodell, wenn sie vor Chansonettigkeit strotzend „Sehnsucht nach dem Traurigsein“ reinträllert, schweißtreibender Aktion schnatternd ein Lyrik-Lüftchen zufächelt und triumphierend in den Sog der Schrittwechsel springt. Da war Mechthild Großmann bei Pina Bausch immer schluchzend zur Seite getreten.
Das Eilers-Stück verknetet die Elemente und lässt sie ohne tanztheatralische Verschwurbelungen auf sprudelndem Erzählstrom schaukeln. Dass selbst Live-Musiker Andreas Usenbenz am Ende in die Tanz-Pose hoppst, ist die wunderschöne Logik eines grenzenlos phantasiebegabten Abends. Er wird hoffentlich bald wiederkehren im Tafelhallen-Spielplan.

 

melankomischMOVES
4.2.2008 Nürnberger Nachrichten

Sebastian Eilers begeistert mit seinem neuen Tanztheaterstück - Komisch und melancholisch (von Regina Urban)
 «MelankomischMoves» hat Sebastian Eilers die neue Produktion seines SETanztheaters genannt, die bei der Premiere in der Tafelhalle begeistert gefeiert wurde.
Der Titel hält, was er verspricht: Alles, was in dem Wortkonstrukt enthalten ist – Melancholie, Komik, Moves, also Bewegung im unmittelbaren wie im übertragenen Sinne von bewegend, berührend – fügt sich in 80 Minuten zu einem beeindruckend schlüssigen Abend.
Ebenso sensibel wie witzig werden die konträren Stimmungslagen anhand der naheliegendsten Konstellation ausgelotet: Mann und Frau, Tänzer und Tänzerin (großartig: Chizu Kimura und Jonathan Buckels), die in ihrem Ringen um Harmonie und Zweisamkeit immer wieder tragikomisch scheitern. Auf der Rutschbahn der Gefühle, die Karin Stephanys gelungen einfaches Bühnenbild durch eine schräge Rampe auf umgekippten Fässern symbolisiert, herrscht permanent Absturzgefahr. Die Kurve ins Glück wird am Ende verpasst.
Eilers hat das zweiteilige Stück (ohne Pause) quasi spiegelbildlich aufgebaut. Die Klammer bilden eine wunderbar vertanzte Persiflage auf das klassische Ballett als Metapher für die Illusion von heiterer Glückseligkeit und die Musik von Arvo Pärt. Sie liefert den passenden Sound für gebrochene Herzen, wenn die Tänzer traurig-trotzig als einsame Solisten nicht mehr zueinander finden, die sehnsüchtigen Gesten ins Leere zielen und selbst im Pas de deux die Umarmung verweigert wird.
Doch Traurigsein gilt nicht. Das Leben ist bitter, aber das ist noch lange kein Grund, nicht lustig zu sein. Mit Clownsnase und Gesichtsmassage wird die Mimik auf Lachen getrimmt. Lange hält das nie, am Ende, nach all den missglückten Zirkuskunststückchen, folgt die ernüchternd banale Selbstoffenbarung. Dass Pärts minimalistische Komposition für Klavier und Geige hier genauso funktioniert wie im ersten Teil, macht doppelt deutlich, wie nah sich Lachen und Weinen tatsächlich sind.
Schauspielerin Michaela Domes, agiert dabei als sarkastisch-mitfühlende Kommentatorin und wird schließlich selbst zur Eifersucht stiftenden Mitspielerin. Diesen Part hätte es nicht wirklich gebraucht, auch wenn Domes ihn wunderbar mit viel Verve ausfüllt. Was Eilers mit seinen beiden hochflexiblen Tänzern auf die Bühne brachte, wäre auch ohne Text beredt genug gewesen.

 

„Für Dich!“ „die deutsche bühne“ 10/2007
Mit dem Körper Geschichten erzählen
von Manfred Jahnke
„…Das Tanztheaterarbeit mit schauspielern eine stärkere dramaturgische Ausrichtung bedeutet, zeigt auch das Tanztheaterstück für vier SchauspielerInnen „Für Dich!“ für Kinder ab vier Jahren am Theater Überzwerg in Saarbrücken. In einfachen, klaren Strukturen erarbeitet der Choreograph Sebastian Eilers mit seinem Ensemble auf der Grundlage von alltäglichen Situationen, die Kindergartenkinder erleben, die „natürliche Bewegungssprache von Kindern“. Entsprechend werden Grundthemen aus der Kindergartenerfahrung wie Freundschaft, Eifersucht oder Ausgrenzung in Szenen erarbeitet. Und es gelingt Eilers, diese Bewegungssprache in einfachen, sinnlichen Bildern umzusetzen, zumal der einfache Plot sich nahe an der Lebenswelt der Kinder bewegt und sehr prägnante Situationen bietet…“

„Mein Schweineleben“ SZ 5.10.07 von Carolin Grell
OTTWEILER
Schweinisches im Schlosstheater
Ein tanzender Ringelschwanz-Träger hat die Ottweiler Viertklässler begeistert. Im Rahmen der Reihe "Spielstark" brachte das Nürnberger Tanztheater mit "Mein Schweineleben" eine unterhaltsame Sauerei auf die Bühne des Schlosstheaters…"

Presseauszüge zu „Penthesilea“, Premiere 29.09.2007
Kulturnachrichten aus der MZ von Thomas Dietz

„… Die exzellent choreografierten Kampfszenen (Sebastian Eilers: wow!), ein formidabler Balztanz im Regen und die seelischen Nöte werden mit geradezu unheimlich passender Musik unterstrichen…“

Regensburg.de  - Kunst und Kultur von Regine Arends
„…Sebastian Eilers hat die Kampfszenen choreografisch in Szene gesetzt: Verletzungen sind angedeutet, Erschöpfung sichtbar gemacht in Gesten, der Reigen von Angriff und Verteidigung in einer Art rituellem Tanz aufgeführt. Es sind Szenen, die in Tempo und Ausdruck an Film- oder Traumsequenzen denken lassen…“

"homerun" Fuerther Nachrichten 18.12.06

Bittersüße Erwachsenen-Spiele
Sebastian Eilers Tanztheater-Projekt „Homerun“ in der Grünen Halle

Man stelle sich vor, in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett gerissen zu werden und vor einem Haufen Fremder im Schlafanzug dazustehen. Die ganze Szene wird auch noch von Handscheinwerfern hell erleuchtet, Lichtkegel, die dir erbarmungslos überallhin folgen. Die Atmosphäre einer polizeilichen Hausdurchsuchung. So geht es den Darstellern zu Beginn des Tanztheaterstücks „Homerun“.Auch später erleben sie mehr als nur eine unangenehme Situation, vom Vorstellungsgespräch über berufliche Konkurrenz-Beißerei bis hin zu Brutalo-Krankengymnastik. Grund ist der rote Faden, der „Homerun“ durchzieht: das Spiel mit den Rollen, die der Mensch so spielt, der schmale Grat zwischen den Polen namens Wahrheit und Lüge.Das Nürnberger SETanztheater hat sich die alltäglichen Selbst- und Fremdinszenierungen vorgeknöpft, die Homo sapiens gerne veranstaltet. Und die sind eben nicht immer amüsant, sondern manchmal auch bitter.Bewusst zeigt Regisseur und Choreograph Sebastian Eilers beide Seiten der Medaille: die witzige Liebeserklärung, bei der um eine Blume gerungen wird, ebenso wie die fast jedermann bekannte, sagenhaft verkrampfte Situation, die pingeligen Eltern des neuen Partners kennen zu lernen. „Spiele der Erwachsenen“ hat einst ein kluger Psychologie-Bestseller das genannt, was oft viel interessanter ist als eine erfundene Story.

Menschliche Masken

Die vier Tänzer und Tänzerinnen gaben bei der Premiere des Stückes in der Grünen Halle, die damit zum ersten Mal seit ihrer Eröffnung Tanztheater präsentierte, ihr Bestes. Das Spiel mit den menschlichen Masken bleibt heiter, gleitet aber nicht ins Flatterhafte ab.Steffi Sembdner ist die Zierlich-Mädchenhafte und bringt das verträumte Element in den Abend hinein. Carolina Alicia Zimmermann gibt die moderne Power-Frau mit verletzlicher Seele, Eduardo Castro Neves und Ingo Schweiger sorgen für slapstickhafte Elemente und Spaß, aber auch für viele meisterhafte Pas des deux.Überhaupt zeichnen sich die Herren durch Variabilität und eine enorme Bandbreite des Bewegungsvokabulars aus. Die Schauspielerei scheint darüber hinaus ihre zweite Leidenschaft zu sein, was Eilers viele Möglichkeiten für sein Konzept bietet, das Rollenverhalten mit den wirkungsvoll eingesetzten Handscheinwerfern zu durchleuchten. Eine besondere Leistung der Künstler war es, sich nicht von einer Weihnachtsfeier aus dem Takt bringen zu lassen, die peinlicherweise während der Aufführung lautstark auf der Galerie der Grünen Halle stattfand. Wer auch immer diese Kollision zu verantworten hat, er muss sich Fragen gefallen lassen.

Aber man neigt dazu, das Ganze notgedrungen positiv sehen; schließlich geht es in „Homerun“ ja auch um ein Spiel mit Öffentlichkeit und Intimität, um die Welt als Bühne. Da darf man sich von Markthallen-Flair nicht irritieren lassen, sondern baut es flugs mit ein.Fazit: „Homerun“ ist ein interessantes, qualitativ hochwertiges Stück modernen Tanztheaters, dem man allerdings deutlich mehr Besucher gewünscht hätte.

CLAUDIA SCHULLER

Saarbrücker Zeitung Kultur Dienstag, 7. November 2006
Tanzende Charme-Offensive zum Geburtstag

Lebensfreude pur: Das Tanztheaterstück „für dich!“ begeistert im Theater Überzwerg Groß und Klein

Ein solch donnernder Applaus hat die Grundfesten des Theaters Überzwerg wohl selten erschüttert. Die Begeisterung galt „für dich!“, einem Tanztheater des 36-jährigen Choreographen- und in dem Fall auch Regisseurs- Sebastian Eilers (Nürnberg), das am Sonntag vor ausverkauften Rängen Premiere hatte.

Von SZ- Mitarbeiterin Kerstin Krämer

Saarbrücken.

Das Stück für Menschen ab vier Jahren ist der pure Ausdruck von Lebensfreude, was sich auf die Zuschauer überträgt- unentwegt wird gekichert und gegluckst. Und die vier Darsteller, geradezu leuchtend vor neugieriger Lust am Spiel starten eine geballte Charme-Offensive.
Worum es geht, ist rasch erzählt: Drei Kumpels hätten beinahe den Geburtstag ihrer Freundin Blume (eine rehäugige Schelmin: Meike Hess) vergessen. Auf der Suche nach einem geeigneten Geschenk gehen sie so hermetisch in Klausur, dass das nichts ahnende Geburtstagskind sich ausgeschlossen fühlt und traurig wird. Bis sich zum Happy End alle für ein ausgelassenes Tänzchen in den Armen liegen. Wie Eilers seine Schauspieler diese Geschichte erzählen lässt, ist wunderbar. Erst einmal dürfen sie sich in einem wilden Durcheinander anziehen (Bühnenbild und Kostüme: Hartmut Holz), bis allein schon dadurch die Charaktere klar werden: Flute (Oliver Kai Mueller) ist der vergeistigte Poet, Tropfen (Schauspiel-Elevin Anna Kathrin Rausch) die praktisch Veranlagte, und Socke (Reinhold Rolser) ein verhinderter Komponist. Die Überzwerge rappen, dichten, singen und spielen mit den Kulissen, liefern sich Verfolgungsjagden, drehen Pirouetten, machen Bodengymnastik, wagen sich sogar an Slapstick-Akrobatik – man vergisst, dass es eigentlich keine Tänzer sind.
Ein originelles Stück über Freundschaft, Geburtstagskinder und darüber, wie glücklich Bewegung macht. Da sage noch einer, Sport sei nicht gesund!

SAARTEXT – der Teletext des Saarländischen Rundfunks, 7.11.2006
Autorin Stefanie Schulirsch

„… „für dich“ ist mitreißend gespielt, getanzt und gesungen. Ein kreatives Geschenk nicht nur für „Blume“, sondern auch für alle im Zuschauerraum.“

"VitaminB" Tanz / Multimediale Performance im Stadthaus
Südwestpresse, 27.04.2006 Autorin Christa Kanand

„Die Uraufführung der multimedialen, von Sebastian Eilers choreografierten Tanzperformance „Vitamin B“ wurde im gut besuchten Stadthaus gefeiert: fesselnd, doch irritierend.
…Womöglich war Irritation als Denkanstoß erwünscht, ja provoziert von Sebastian Eilers, dem jetzt in Nürnberg lebenden Choreografen, der noch aus seiner Zeit am Ulmer Theater („Erwins große Weihnachtsshow“) in Erinnerung ist … Ausdrucksstark, mit vollem Einsatz verstand die Körpersprache des im modernen Bewegungsvokabular beheimateten Tänzertrios zu fesseln…“

- Zu "Der mit dem Fuchs tanzt", Premiere 30.10.2005 Saarbrücker Zeitung, 02.11.´05
„Zum Fressen gern -
Premiere im Überzwergtheater: „Nickel, der mit dem Fuchs tanzt“
…Das Oliver Hottong viele Ohrwürmer komponiert hat, die mal gefährlich nach verführerischer Rumba, mal verspielt nach Bauklötzchen mit Abzählreim klingen, verleiht dem Stück in Verbindung mit der turbulenten Choreografie Sebastian Eilers’ eine sportliche Note: Da wird bis zur Erschöpfung gehopst, geschlichen, gesungen, gejagt und getanzt. Ein hitverdächtiges Musical mit Happy End, bei dem sich Hase und Fuchs frohen Mutes Gute Nacht sagen dürfen.“

- Zu „Don Quixote – der Mann von La Mancha“, Premiere am 13. April 2005 in Kampnagel in Hamburg
Kieler Nachrichten vom 15. April 2005

Mit Don Quixote aus der Klemme
...Mit expressivem Körpereinsatz und viel Freude am Spiel geht die 36-köpfige Truppe ans Werk. Die Choreographie von Sebastian Eilers vereint Tanz- und Kampfszenen zu einer quicklebendigen Ausdrucksform...

Hamburger Morgenpost vom 15. April 2005

Der Ritter der traurigen Gestalt reitet wieder
...Als aber nach 35 Minuten endlich der Chor singen(Musikalische Leitung: Wolfgang Kerschek/ Mathias Weibrich) und tanzen darf (Choreographie: Sebastian Eilers) und nicht mehr nur positionierte Staffage ist, wirkt das wie eine Befreiung. Musik, Bewegung, Plot – alles beginnt zu fließen und eins zum werden...

- Zu „Wir, Ihr, Sie...“, Premiere am 26. April 2003 in Ulm
Schwäbische Zeitung vom 28. April 2003

„“Wir, Ihr, Sie...“ oder die Art des Erzählens
Was Tanztheater ist und was man sich darunter vorzustellen hat, weiß wohl so mancher Theaterbesucher nicht recht zu sagen. Athletische Körper bewegen sich zu Klängen und es bleibt nicht mehr als zu staunen, was die alles können. Was das alles zu bedeuten hat, wie es zu interpretieren ist, liest man wohl besser nach. Oder?
Ganz anders erging es dem Publikum der fünf Tänzer im Nachtfoyer, die in circa einer halben Stunde nicht nur eine Geschichte erzählten, sondern Einblicke gewährten, in das, was wirklich wichtig scheint am Tanztheater: die Art des Erzählens... Was die da taten? Sie legten ihre Mäntel ab! Und zwar in grandioser Tanztheatermanier. Die fünf Szenen spielten in einer Wohngemeinschaft. In dieser War das Publikum keinesfalls Gast, sondern Beobachter. Man sah die Bewohner streiten, schlafwandeln, lieben und auf die Toilette gehen, und all das auf ungewöhnlichste Weise. Reinschau-Tanztheater nennt Sebastian Eilers das. Er tanzt nicht nur selber mit, nein, er hatte die Idee dazu und machte die Choreographie. Zusammen mit den vier anderen Tänzern und zwei Musikern lies er Stimmungen entstehen, die mitrissen ohne je vordergründig zu sein... Es lag alles in der Art des Erzählens.
Bravo!“

- Zu „Romeo und Julia“, Premiere am 20. Sept. 2003 in Bregenz (A) Neue Freie Zeitung vom 23. Sept. 2003

„Liebesgeschichte ohne Ablaufdatum
Für große Begeisterung beim Publikum sorgte der Saisonauftakt am Vorarlberger Landestheater (Bregenz): William Shakespeares „Romeo und Julia“ wird gezeigt.
...Die Jungen der Familien, Mercutio (Johannes Gabl), ein dauernd betrunkener Zyniker, Benvolio (Wolfgang Pevestorf), ein gleichmütiger Phlegmatiker und Tybalt (Eckart Schönbeck), ein cholerischer Kämfer, bewegen sich innerhalb der Hass-Mechanismen: Ihre Kämpfe ähneln jenen von Straßengangs, irrational und scheinbar unabwendbar....Starke, eintrückliche Szenen bieten die durchchoreographierten Tanzszenen (Sebastian Eilers) der SchauspielerInnen und jene der großen StatistInnengruppe – ein durchaus gelungener Auftakt am Landestheater. Vom zahlreich erschienenen Publikum gab es langen und heftigen Applaus.“

 

APA vom 21. Sept. 2003

„... Huber lässt extreme Gegensätze aufeinander prallen und setzt derbe Szenen wie innige Gefühle auch in choreographisch spannende und stellenweise artistische Aktionen (Choreographie Sebastian Eilers, Ulm) um...“

Zu „Junge Choreographen“, Premiere am 25. Juni 2000
Neu-Ulmer-Zeitung

„Die Liebe schlägt zu
Junge Choreographen
...Goethe (Sebastian Eilers) und Christiane Vulpius (Rita Lüthi) Treffen sich auf der Nackten Bühne, ein blick wie Blitz, die Liebe schlägt ein. Er trägt sie auf Händen, blättert sie in fließenden Bewegungen aus ihren Oberkleidern – der Eros streift sie wie der Flügelschlag eines Schmetterlings. Sie herzen, küssen einander, kugeln synchron über die Bühne, gleichen frölichen Kindern. Doch – wer füllt ihre weit geöffneten Arme mit gesellschaftlicher Anerkennung, derweil der Poet weltabgewandt dichtet?... Wo ist Goethe? Allein stirbt sie unter großen Qualen. Das dichtende Genie mag nicht in die erloschenen Augen schauen, sein Blick richtet sich in die Ferne, seine Verlassenheit ist nur zu ahnen. Ein kurzes, eindrückliches Stück Tanztheater, durchweg gelungen. Choreographie: Sebastian Eilers...“

- Zu „Muneca“, Premiere am 13. Januar 2000 in Ulm
Augsburger Zeitung vom 15. Jan. 2000

„Biest findet Bella
„Muneca“ in deutscher Erstaufführung auf Ulmer Bühne
...Bella (Esther Filges) sucht mit verbundenen Augen, Zeichen für das Nichterkennen des wahren Lebens, nach dieser Rose, findet sie, und die Annäherung zwischen Biest und Bella endet in einem hervorragenden langsamen Walzer (Choreographie Sebastian Eilers). Ein mit viel Applaus bedachter Schluss zum Träumen.“

Neu-Ulmer-Zeitung vom 15. Januar 2000

„Im Spiegel der letzten Rose der Welt
Erfolgreiche deutsche Erstaufführung „Muneca“ im Jungen Forum Ulm
...Erste Gemeinsamkeiten mit dem Schlossherrn (Biest) tauchen auf, ein seliger Walzer zuletzt (stimmige Gesamtchoreographie: Sebastian Eilers) verbindet beide und lässt sie in ihr Glück tanzen...“

24.04.2010